WWF Reise Zentralafrika und Kamerun
Tief im Herzen des Regenwaldes des nördlichen Kongobeckens befindet sich ein weltweit einzigartiges Rückzugsgebiet für Tausende von Tierarten. Um ein artenreiches Regenwaldgebiet vor Holzeinschlag und Wilderei zu bewahren, wurde 1990 das Dzanga-Sangha-Naturreservat geschaffen. Unterstützt vom WWF und von der GIZ wurden Wege angelegt, Aussichtsplattformen gebaut und eine Lodge errichtet. Eine behutsame touristische Entwicklung ist Teil des Gesamtkonzepts.
Hier schlägt das Herz Afrikas: Nirgendwo sonst in Afrika bevölkern so viele Großtiere wie Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen und Bongo-Antilopen den üppigen Regenwald. Und nirgendwo sonst kann man sie so hautnah erleben wie in Dzanga-Sangha im Süden der Zentralafrikanischen Republik. Vor genau 20 Jahren wurde dieses 4.700 Quadratkilometer große ökologische Juwel unter Schutz gestellt – auf Initiative des WWF, der seitdem dafür sorgt, dass der Schutz nicht nur auf dem Papier besteht. Dabei wurden von Anfang an die Bevölkerung und ihre Interessen berücksichtigt.
Reisende erhalten Einblicke ins Innerste des Regenwaldes, wie sie nur wenigen Menschen möglich sind. Bei Ausflügen werden Sie von erfahrenen Wildhütern und Fährtenlesern sowie kundigen BaAka-Pygmäen begleitet. Höhepunkte Ihres Dschungelabenteuers sind die Beobachtungen von Waldelefanten, Waldbüffeln, Bongo-Antilopen und ganz besonders von den Flachlandgorillas, die sich Ihnen bis auf 10 Meter nähern. Eine Begegnung auf Augenhöhe und ein unvergessliches Schauspiel dazu.
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Reiseverlauf
Diese Reise hat Expeditionscharakter!
1.-2. Tag: Flug von Frankfurt/M. nach Douala in Kamerun
Sie werden am Flughafen von Ihrem Reiseleiter empfangen und zu Ihrer Unterkunft in Douala gefahren. Hier nehmen Sie ein gemeinsames Begrüßungs-Abendessen ein.
Übernachtung im Hôtel Vallée des Princes. (-/-/A)
3. Tag: Fahrt nach Yaoundé
Nach dem Frühstück brechen Sie nach Yaoundé, der Hauptstadt und das politische Zentrum des Landes auf. Nach dem Einchecken in Ihre Unterkunft unternehmen Sie einen Rundgang durch das Stadtzentrum. Später am Nachmittag finden eine Besprechung der Expedition und ein gemeinsames Abendessen statt.
Fahrt: ca. 250km, 4 Stunden. Übernachtung im komfortablen Hotel Merina. (F/M/A)
4. Tag: Start der Expedition gen Regenwald
Ihre Expedition beginnt. Die Straßen sind teilweise sehr schlecht. Doch es lohnt sich - versprochen. Auf dem ersten längeren Stück ist die Straße geteert. Ab Abong Mbang fahren Sie unbefestigte, bzw. ungeteerten Piste. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen Sie Yokadouma. Hier verbringen Sie die Nacht, ehe Sie am nächsten Morgen weiterfahren.
Fahrt: ca. 500km. Übernachtung im einfachen Elephant Hotel. (F/M/A)
5. Tag: Die Zentralafrikanische Republik
Nach dem Frühstück geht es auf einfacher Piste weiter bis Bayanga in der Zentralafrikanischen Republik. Dort befindet sich das Hauptquartier des Dzanga-Sangha-Nationalparks. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten und Parkgebühren fahren Sie bis zum Ufer des Sangha-Flusses und setzen dort mit einer kleinen Fähre über. Hier liegt die Doli-Lodge, welche Sie am späten Nachmittag erreichen. Die Lodge liegt wunderschön, mit toller Panoramaterrasse direkt am Fluss. Aber gönnen Sie sich erst einmal ein kaltes Bier.
Fahrt: ca. 210km, Fähre. Übernachtung in Doli Lodge (en-suite Du/WC). (F/M/A)
6.-9. Tag: Im Herzen des Dschungels
In den kommenden Tagen unternehmen Sie mehrere ausgiebige Exkursionen mit einem erfahrenen Führer durch das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet und werden bei Gesprächen mit den Forschern in die Arbeit des WWF eingeführt.
Vor Jahren wurde eine Gruppe von Flachlandgorillas an den Besuch von Menschen gewöhnt. Frühmorgens beginnt das Trekking im Camp von Bai Hokou: Jeweils drei Besucher ziehen mit erfahrenen Führern und Pygmäen-Spurenlesern aus, um die Riesen aufzuspüren. Wie lange das dauern wird, ist nicht zu sagen. Doch wer diese herrlichen Tiere dann aus etwa 15-20 m Entfernung erleben kann, wird immer davon zehren!
Nahe der Doli-Lodge befindet sich eine Plattform welche über eine Dschungellichtung blickt. Die etwa 10 m hohe Aussichtsplattform ermöglicht einen guten Überblick über das Gebiet, das jeden Tag Tiere besuchen, um an der Saline Mineralstoffe aufzunehmen. Von hier sieht man Watvögel, Ibisse und Klaffschnäbel, Waldelefanten, Waldbüffel, Sitatungas, manchmal auch Bongos und Riesenwaldschweine. Waldelefanten sieht man am besten früh morgens. Sie werden jeden Tag neue Tiere entdecken!
Entspannend ist eine Fahrt mit dem Einbaum in die Nebenarme des Sangha-Flusses. Achten Sie auch auf stahlblaue Riesenturakos, winzige Malachit-Eisvögel und Blatthühnchen.
Wer sich für das ursprüngliche Leben der Pygmäen interessiert, hat verschiedene Möglichkeiten, ihren Lebensraum, ihre Sitten und Gebräuche kennen zu lernen. Bei einem Dorfbesuch und bei einem gemeinsamen Jagdauflug lernen Sie viel über das Leben der Pygmäen. An Ihrem letzten Abend im Dzanga-Sangha-Nationalpark erleben Sie die traditionellen Tänze der BaAka.Übernachtung in Doli Lodge (en-suite Du/WC). (F/M/A)
10. Tag: Bootsfahrt durch den Dschungel
Nach einem späten Frühstück legen Sie mit einem Motorboot die restlichen 56km zur Grenze in Libongo zurück und passieren anschließend Lidjombo, die Grenzstation nach Kamerun. Dort angekommen steigen Sie in Ihre Wagen um und begeben sich auf die 80 km lange Strecke nach Mambele im Lobéké Nationalpark. Gegen Abend erreichen Sie schließlich das Nachtlager Camp Combo, wo Ihr Abendessen zubereitet wird. Die Unterkunft wurde komplett aus lokalen Ressourcen gebaut und ist recht einfach ausgestattet.Bootsfahrt, Fahrt mit Geländewagen.
Übernachtung in der einfachen Camp Combo Lodge. (F/M/A)
11.-12. Tag: Der Lobéké National Park und die Plattformen Petite Savanne und Djangui
Am frühen Morgen verlassen Sie Ihre Unterkunft und wandern vom zentralen Parkplatz ca. 5km zur Petite Savanne, einer erhöhten Plattform im Dschungel. Von dort, Ihrer Station für die nächsten Tage, kann man die Tiere hervorragend beobachten und das Waldleben studieren.Mehrmals brechen Sie zu kurzen Ausflügen durch den Dschungel auf. Am Ende des ersten Tages verweilen Sie auf der Plattform, haben Abendessen und übernachten in Zelten. Die sanitären Einrichtungen sind sehr einfach und wer möchte kann in einem Bach baden.Am nächsten Tag brechen Sie schon früh auf und begeben sich auf eine 14 km lange Wanderung zur Djangui Aussichtsplattform, die Sie nach ca. 3-4 Stunden erreichen. Von hier aus lassen sich die Tiere der Savanne beobachten – vor allem Büffel lagern hier oft. Am Nachmittag geht es wieder zurück zum Campinglager in der Petite Savanne, wo Sie pünktlich zum Abendessen ankommen werden.Wanderungen.
Übernachtung in Zelten auf einer Plattform. (F/M/A)
13.-14. Tag: Fahrt über Yokadouma zurück nach Yaoundé
Sie verlassen am frühen Morgen die Plattform, um sich über Mambele auf den Weg nach Yokadouma zu machen. Am Abend erreichen Sie Yokadouma, wo Sie zu Abend essen und in einem Hotel übernachten werden.Früh am nächsten Morgen brechen auf und fahren durch Lomie nach Yaoundé, wo Sie am Abend ankommen werden. Genießen Sie noch einmal die atemberaubenden Aussichten auf die gewaltigen Regenwälder Zentralafrikas!
Fahrt: insgesamt ca. 700km. Übernachtung im Elephant- und Merina-Hotel. (F/M/-)
15. Tag: Halbtagesfahrt zum Strandhotel
Nun stehen ein paar Tage Entspannung an. Nach einer Halbtagesfahrt gen Süden erreichen Sie die Region Kribi mit seinen unberührten Traumstränden.
In Ihrem Hotel, nur wenige Schritte von den berühmten Lobe-Wasserfällen entfernt, verbindet sich kamerunische Kultur mit Schweizer Charme zu einem angenehmen Ganzen. Mit seinen komfortablen Rundhütten, verteilt über einen herrlichen tropischen Garten an einem unendlichen weißen Sandstrand, ist das Hotel der ideale Ort für unvergessliche Tage in Kamerun.Fahrt: ca. 300km. Übernachtung im Hotel Ilomba. (F/-/-)
16. Tag: Freizeit und Entspannung am Strand
Das Hotel Ilomba liegt in der Nähe der alten deutschen Kolonialstadt Kribi und dem kleinen Fischerdorf Bwambe direkt am Atlantik. Genießen Sie die freien Tage in dem kleinen Paradies. Wer möchte, kann einen kurzen Ausflug zum Lobe-Wasserfall unternehmen. Am Abend sind Sie zu einem gemeinsamen Abschiedsdinner eingeladen.
Übernachtung im Hotel Ilomba. (F/-/A)
17.-18. Tag: Fahrt zurück nach Douala und Rückflug nach Europa
Genießen Sie den Vormittag am Meer. Am frühen Nachmittag brechen Sie zum internationalen Flughafen von Douala auf. Am Abend geht Ihr Rückflug nach Europa, wo Sie am folgenden Nachmittag landen werden.
Fahrt: ca. 180 km, 2,5 Stunden. (F/-/-)
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Leistungen
Im Preis der Zentralafrika Reise enthalten:
- Flug Frankfurt–Douala–Frankfurt in der Economy Class
- Alle Transfers laut Programm
- Insg. 15 Übernachtungen (DZ): teils einfache Pensionen, Hotels und Lodges, 3x Strandhotel. 2x Zelt (Aussichtsplattform)
- Meist Vollpension, in Kribi nur Frühstück
- Programm-Details: Exkursionen mit Besuchen der Dzanga Bai-Beobachtungsplattform. 1 Gorilla-Trekking. 1 Mangaben-Trekking. 1 Ausflug mit den BaAka-Pygmäen, Aktivitäten im Lobéké-Nationalpark
- Nationalparkgebühren und Eintritte laut Detailprogramm
- Kontakt und Gespräche mit WWF-Mitarbeitern
- Ab 8 Personen: Qualifizierte Reiseleitung in Deutsch
- Lokaler (Driver-)Guide und teilweise weitere lokale Führer
- Infomaterial
- WWF-Spende
Nicht im Preis der Zentralafrika Reise enthalten:
- Trinkgelder und persönliche Ausgaben
- Getränke und weitere bzw. nicht angegebene Verpflegung
- Fakultative / optionale Ausflüge
- Reiseversicherungen
- Visum für Kamerun (zzt. 80 €) und die Zentralafrikanische Republik (zzt. 75 €)
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WWF-Projektinformationen / sonstige Hinweise
Generelle Hinweise zur Zentralafrika Reise:
Min./max. Teilnehmer/innen: 4/14
- Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinträchtigen, sind vorbehalten
Gelbfieber-Impfung vorgeschrieben
Einzelzimmer 2 Nächte nicht möglich.
Zahlungsmodalitäten:
- Höhe der Anzahlung: 20% des Reisepreises
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: 21 Tage vor Reisebeginn
- Restzahlung: 21 Tage vor Reisebeginn
Programmhinweise & Kooperation
Die Reise hat Expeditionscharakter und wird in Kooperation mit dem WWF Deutschland durchgeführt.
Klimafreundlich Reisen
Ihr Beitrag zu einem besseren Klima
Beim Hin- und Rückflug in Ihren Kamerun Urlaub entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 3.480 kg pro Person. Durch einen freiwilligen Beitrag von 82 EUR an ein Klimaschutzprojekt können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu unter klimafreundlich Reisen.
Informationen zum WWF-Projekt in Dzanga-Sangha
Im Herzen Afrikas, in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), schützt der WWF seit 1990 gemeinsam mit der Landesregierung den Nationalpark Dzanga-Ndoki. Dieser National- park besteht aus zwei Teilen und befindet sich im Regenwaldreservat Dzanga-Sangha, in der Südspitze der ZAR unmittelbar angrenzend an Kamerun und an die Republik Kongo. Der Nationalpark ist Teil des länderübergreifenden Schutzgebiets „Trinationale de la Sangha“ (TNS). Dieses Schutzgebiet ist Teil des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebietes der Erde im Kongobecken. Es zählt zu den wichtigsten Ökoregionen des WWF: Nirgendwo sonst auf dem Globus bevölkern Großtiere so dicht den tropischen Regenwald. Hier finden die seltenen Waldelefanten, Schimpansen, Bongo-Antilopen sowie scheue Flachlandgorillas ideale Lebensbedingungen. Die Übergangszone zwischen tropischem Regenwald und offener Savannenlandschaft, geprägt durch natürliche Lichtungen, Flüsse und große Salinen (Lichtungen mit mineralstoffhaltigem, lehmigem Boden) beherbergt eine Vielzahl großer Säugetiere. In den Salinen finden Waldelefanten, Waldbüffel, Bongos und Sumpfantilopen sowie andere Pflanzenfresser wie Riesenwaldschwein, fünf Duckerarten und Hirschferkel gelöste Mineralsalze. Auch Flachlandgorillas zeigen sich manchmal auf den Lichtungen, doch hauptsächlich durchstreifen sie den dichten Regenwald auf der Suche nach Futter. Das Gebiet Dzanga-Sangha besteht aus insgesamt 4.579 Quadratkilometern, davon umfasst der Nationalpark Dzanga-Ndoki eine Fläche von ca. 1.200 Quadratkilometern, der Rest ist Regenwaldreservat. Der Nationalpark ist vollkommen unter Schutz gestellt. Zwischen seinen beiden Teilen wurde gegen den Widerstand der Holzkonzessionäre eine 500 Quadratkilometer große lokale Jagdzone eingerichtet.
Die Arbeit des WWF:
Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Wilderei und Stabilisierung des Wildbestandes
Anti-Wilderer-Brigaden werden in ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz trainiert, um effizient gegen Wilderei vorgehen zu können und soziale Spannungen mit der lokalen Bevölkerung zu minimieren. Der „Beruf“ des Öko-Guards ist sehr angesehen und respektiert.
Nachhaltige Forstwirtschaft
Ziel des WWF ist es, gemeinsam mit der Regierung und der Holzwirtschaft Voraussetzungen für die nachhaltige forstliche Nutzung zu erarbeiten. Dadurch werden negative Einflüsse der Holznutzung minimiert und langfristig der Schutz des Lebensraums Tropenwald gesichert.
Sicherung traditioneller Landnutzungsrechte
Die traditionelle und naturverträgliche Jagd und Fischerei sowie das Sammeln von Pflanzen und Früchten durch BaAka-Pygmäen und Sangha-Fischer soll auch in Zukunft im Gebiet des Waldreservates möglich sein. Dafür setzen wir uns ein. Außerdem fördern wir die umweltschonende landwirtschaftliche Nutzung auf speziell dafür ausgewiesenen Flächen. Die außergewöhnliche, aber leider stark bedrohte Kultur insbesondere der BaAka-Pygmäen findet in der Arbeit mit dem WWF eine angemessene Würdigung. Ihrer Diskriminierung und Verarmung soll Einhalt geboten werden.
Ökotourismus
Einnahmen aus Tourismusaktivitäten (z.B. Gorilla- und Waldelefant-Beobachtung) sollen immer mehr zum Einkommen der lokalen Bevölkerung beitragen. Dadurch soll die Motivation der Bevölkerung steigen, ihren Lebensraum zu schützen und zerstörende Aktivitäten wie Wilderei und illegalen Holzeinschlag einzustellen. -
Reisetermine
Datum Plätze Preis Anfrage Info 01.11.12 bis 18.11.12 
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22.11.12 bis 09.12.12 
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20.12.12 bis 06.01.13 
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07.02.13 bis 24.02.13 
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