Safari Kenia-Tansania
Unsere Kenia-Tansania Safari: Zwei Wochen unterwegs in Kenia und Tansania zu den verschiedenen WWF-Projektgebieten, aber auch durch die berühmten Nationalparks dieser Region. Eine ideale Afrika Reise für Alle, die Menschen begegnen wollen und erleben möchten, wie eine der größten Umweltschutzorganisationen der Welt vor Ort mit der Bevölkerung zusammenarbeitet. Erleben Sie auf dieser Kenia Tansania Safari die faszinierende Landschaft und Tierwelt Ostafrikas auf Pirschgängen und Wanderungen!
Ausführliche Informationen zu der Arbeit des WWF zum Schutz des Mara Flusses finden Sie weiter unten unter 'Projektinformationen'.
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Reiseverlauf
1. Tag: Ankunft Nairobi
Osoita Lodge (A)
Wir holen Sie am Flughafen ab und begrüßen Sie in Kenia. Anschließend fahren wir Sie zur Osoita Lodge, die am Rand von Nairobi im Grünen gelegen ist. Abendessen und Übernachtung in der Osoita Lodge.
2. Tag: Hell’s Gate Nationalpark – Narok
Chambai Hotel (F A)
Das erste Highlight unserer Reise ist der Hell´s Gate Nationalpark, einer der kleinsten Nationalparks Kenias. Gelegen zwischen dem Naivasha-See und den Vulkanen Longonot und Suswa, beeindruckt der Park mit seiner atemberaubenden Vulkanlandschaft. Hier sind viele verschiedene Wild- und Vogelarten beheimatet, und erfahrene Ranger begleiten uns zu Fuß an Schluchten, Klippen und heißen Quellen entlang und bringen uns auf unserer Wanderung zu Plätzen, die oft von Giraffen, Zebras, Büffeln und Antilopen aufgesucht werden (Gehzeit ca. 3 Stunden). Abschließend wird es noch ein gemeinsames gemütliches Picknick geben. Danach fahren wir nach Narok, die „Haupstadt der Massai“. Abendessen und Übernachtung im Chambai Hotel, wo wir zusammen mit der lokalen Bevölkerung kenianische Spezialitäten genießen.
3. Tag: WWF-Projekte Mau Wald - Kericho
Kericho Tea Hotel (F M A)
Auf dem Weg nach Kericho besuchen wir den Mau-Wald, „Kenias grüne Lunge“. Der Mau-Wald ist mit 400.000 Hektar eines der größten Wasserrückhaltegebiete Kenias. Er bildet zudem die Grundlage der wichtigsten Schutzgebiete Massai Mara und Serengeti. Heute stehen kleine Wanderungen durch den Wald ebenso auf dem Programm wie der Besuch von vom WWF geförderten Projekten: wir wandern zu den Quellen des Nyangores, einen der Zuflüsse des Mara-Flusses, besuchen eine Schule, die sich durch Baumpflanzungen und Umwelterziehung an dem Projekt beteiligt und die Community Forest Associations (CFA) in der Nyangores Forest Station, die sich dem Schutz und Erhalt des Mau-Waldes widmet. Wir nehmen hier an einer Baumpflanzung im Mau-Wald teil. Zum Mittagessen ist heute ein Picknick vorgesehen. Abends fahren wir ins Kericho Tea Hotel zum Abendessen und zur Übernachtung.
4. Tag: WWF-Projekt Kericho
Kericho Tea Hotel (F M A)
Eine Wanderung durch die eindrucksvolle Landschaft in der Umgebung Kerichos steht heute auf dem Programm. Wir besichtigen ein weiteres WWF Projekt, das die Anpflanzung eines Teegürtels um den Wald fördert. Durch spezielle Anbaumethoden wird hier der Boden vor Erosion geschützt und zudem eine Pufferzone als klare Grenze zwischen Waldschutzgebiet und Siedlung geschaffen. Als weiterer Effekt bedeutet die Teeernte eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bevölkerung vor Ort. All dies wird uns beim Besuch einer Teefarm veranschaulicht. Nach dem Mittagessen besuchen wir eine Teefabrik. Abendessen und Übernachtung im Kericho Tea Hotel.
5.Tag: Massai Mara
Amani Lodge (F M A)
Heute fahren wir zur Massai Mara. Sie gilt als eines der bekanntesten und schönsten Schutzgebiete Kenias und offenbart uns einen Einblick in die Ursprünglichkeit Afrikas. Nach dem Mittagessen vor Ort haben wir hier auf einer ersten Pirschfahrt durch die Savannenlandschaft des Massai-Mara-Wildreservats gute Chancen, die „Big Five“ aufzuspüren (Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn, Leopard). Dinner und Übernachtung in der exklusiven Amani Lodge, eine Öko-Lodge, die eng mit dem WWF zusammenarbeitet und ein vorbildliches Abwassermanagement hat.
6. Tag: Massai Mara
Amani Lodge (F M A)
Heute verbringen wir den ganzen Tag auf Safari im Massai Mara Wildreservat. Mittags gibt es ein Picknick im Park. Anschließend geht es auf eine weitere Pirschfahrt in der Massai Mara, die für ihre malerische Landschaft und ihre wilden Tiere bekannt ist. Abendessen und Übernachtung in der Amani Lodge.
7. Tag: Lake Naivasha
Lake Naivasha Sopa Lodge (F A)
Zusammen mit Massai-Kriegern unternehmen wir eine frühe Fußpirsch im Olare Orok Wildschutzgebiet am Rande der Massai Mara. Nachdem wir uns mit einem Frühstück im Busch gestärkt haben, geht es weiter zum Lake Naivasha, einem der Seen des ostafrikanischen Grabenbruchs. Auf einer Bootstour können wir hier viele Wasservögel und Flusspferde beobachten. Auch auf dem Gelände der Lodge gibt es verschiedene Wildtiere wie Impalas, Wasserböcke und Giraffen, die wir auch bei einem Spaziergang beobachten können. Abendessen und Übernachtung in der Lake Naivasha Sopa Lodge (zertifiziert von Ecotourism Kenya, Bronze-Level).
8. Tag: Nairobi – Tansania
Arusha Impala Hotel (F M A)
Heute verlassen wir die Lake Naivasha Sopa Lodge und fahren zurück in die Hauptstadt Kenias. In Nairobi angekommen, werden wir uns mit einem Mittagessen stärken, bevor es – zusammen mit unserem Guide - dann mit dem Überlandbus (öffentliches Verkehrsmittel) über die Grenze, in die Hauptstadt der Region Arusha geht. Mit dem Taxi werden wir von dort aus in das Impala Hotel gebracht. Abendessen und Übernachtung im Impala Hotel.
9. Tag: Mto wa Mbu – Karatu
Bougainvillea Lodge (F M A)
Wir fahren nach Mto wa Mbu, das am Eingang zum Lake Manyara National Park liegt. In Mto wa Mbu, am Fuße des Great Rift Valley, findet man Angehörige fast aller 120 Stämme Tansanias, was diesen Ort so einzigartig macht. In der kleinen Stadt am Eingang des Lake Manyara Nationalpark sind insgesamt 4 panafrikanische Sprachen beheimatet, eine Besonderheit die sonst nirgendwo in Afrika zu finden ist. Wir besuchen eine Familie und erfahren, wie das traditionelle Bananenbier hergestellt wird. Unsere Tour führt uns dann weiter zu einer kleinen Werkstatt, wo einige Dorffrauen Kunsthandwerk aus Bananenblättern herstellen. Wir werden die Bananen-Anbautechniken der Dorfbewohner kennenlernen. Insgesamt 32 verschiedene Bananensorten werden hier gezüchtet. Der Besuch bei einer Holzschnitzerkooperative rundet unsere Tour ab. Unser Mittagessen, ein kulinarischer Hochgenuss mit Speisen verschiedener Stämme Tansanias, nehmen wir bei den Dorfleuten mitten im Bananenhain ein. Danach fahren wir nach Karatu zur Bougainvillea Safari Lodge zu Abendessen und Übernachtung. Die Lodge ist für Ihr beispielhaftes Umwelt- und Sozialmanagement ausgezeichnet worden.
10. Tag: Ngorongoro Crater
Ngorongoro Rhino Lodge (F M A)
Nach einem frühen Frühstück brechen wir zum fast 600m tiefen Ngorongoro Krater auf. Er ist Heimat einer großen Tierpopulation, fast alle Wildtiere Ostafrikas sind im Krater zu finden. Dort unternehmen wir eine Ganztages-Safari in den Krater, machen dort ein Picknick und haben die Chance, Geparden, Nashörner, Büffel, Löwen, Elefanten und andere Tiere zu beobachten. Anschließend fahren wir zu unserer Lodge, die in der Nähe der Kraterausfahrt, wenige hundert Meter vom Kraterrand entfernt in einer wildtierreichen Gegend mit Blick auf den Mount Oldeani liegt. Abendessen und Übernachtung in der Ngorongoro Rhino Lodge.
Das Ngorongoro Schutzgebiet mit seinem weltberühmten Ngorongoro-Krater beherbergt fast alle ostafrikanischen Großwildtiere in großer Dichte. Der Ngorongoro-Krater ist wohl das Wildschutzgebiet mit der höchsten Tierpopulation der Erde und wird zu Recht als Tierparadies bezeichnet. Hier können noch die sehr stark vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner beobachtet werden. Im Ngorongoro Krater leben unter anderem Löwen, Geparden, Elefanten, Krokodile und Giraffen. Die Kraterhänge sind größtenteils bewaldet, während im fast 600-700m tiefer gelegenen Kratergrund weite Grasflächen dominieren. Ein kleiner Natronsee befindet sich im Krater und zieht zeitweise Flamingos in großer Zahl an. Das Ngorongoro Schutzgebiet hat noch weitere kleinere Krater und erloschene Vulkane im sogenannten Kraterhochland zu bieten, hier kann man auch wandern. In der Ngorongoro Conservation Area leben noch viele Massai mit ihren Viehherden.
11. Tag: Serengeti
Halisi Camp (F M A)
Heute fahren wir zum Serengeti Nationalpark, dem zweitgrößten Nationalpark Afrikas. Das Schutzgebiet wurde 1951 gegründet und ist somit auch das älteste in ganz Tansania. Viele kleine Hügel und Bergketten durchziehen die Serengeti. Die Serengeti ist für Tansania das Herz eines gewaltigen Ökosystems mit einer artenreichen Tierwelt, die es sonst nirgends auf der Welt zu sehen gibt. Nicht umsonst wurde hier der Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ von Vater und Sohn Grzimek gedreht. Der ganze Tag steht uns hier für Pirschfahrten zur Verfügung. Unsere Unterkunft ist ein Öko-Camp mit bequemen, geräumigen Zelten, welches jeweils in dem Gebiet der Serengeti liegt, in dem die großen Tierherden sich gerade aufhalten.
Dieser Park mit immensem Ausmaß (14000 km²) besitzt u. a. weltweit die höchste Dichte an Raubkatzen und vereint verschiedenste Biotope in sich: Savanne mit riesigen Grasebenen im Süden, bewaldetes Hügelland im Osten, Kopjes-Gebiete im Westen und Buschsavanne im Norden. Durchzogen wird die Serengeti von einem Fluss, der ganzjährig eine Vielfalt an Tieren anzieht (Büffel, Giraffen, Antilopen, Katzen, …). Außerdem begegnet man dort Krokodilen und Nilpferden.
12. Tag: Ngorongoro Conservation Area
Endoro Lodge (F M A)
Nach dem Frühstück fahren wir durch die Serengeti zum Ngorongoro Schutzgebiet. Unser Picknick-Mittagessen genießen wir mit Blick auf die Oldupai-Schlucht und besuchen das Museum, das einen interessanten Einblick in die Forschungsergebnisse der hier tätigen Paläontologen, allen voran Mary Leakey, gibt. Auf der Weiterfahrt bieten sich phantastische Ausblicke auf die mächtigen Vulkanberge des Hochlandes. Die Piste führt durch dichte Bergwälder entlang des Ngorongoro-Kraterrandes, immer wieder fasziniert der Blick in die Caldera des Ngorongoro Kraters. Zum Abendessen und Übernachtung treffen wir in der Endoro Lodge ein.
Diese Region Tansanias ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Zunächst aus paläontologischer Sicht, denn Olduvai gilt dank der bedeutsamen Entdeckungen Mary Leakeys als Ursprung der ersten Hominiden, die vor 3 Mio. Jahren dort ihre Spuren hinterlassen haben. Im Vergleich zum traditionellen Nationalpark vereint die Konzeption der Ngorongoro-Schutzzone die Interessen von Natur und Mensch, indem den Maasai die Landnutzung dort gestattet ist. Somit können sie die Lebensweise ihrer Ahnen als Wandernomaden fortführen. Dieses atemberaubende Stück Afrika (mit einer Fläche von mehr als 8500 km²) zeigt, dass Mensch und Tier friedlich koexistieren können.13. Tag: WWF-Projekt Karatu
Endoro Lodge (A)
Das Projekt Masingira Bora (“Bessere Umwelt”) wurde 1993 von der lokalen Bevölkerung ins Leben gerufen. Reginald, unser Gastgeber und Chefkoch in der Bougainvillea Lodge, ist einer der Initiatoren und derzeit Vorsitzender des Projekts. Der WWF unterstützte es von 2001 bis 2004, jetzt wird es von der African Wildlife Foundation Arusha begleitet und unterstützt. Geleitet von Emanuel Sillo, einem studierten Forstwirt, betreibt die Gruppe eine Baumschule und pflanzt jährlich 20.000 bis 26.000 verschiedene Arten einheimischer Bäume in 5 umliegenden Dörfern. Zudem werden regelmäßig Seminare für die Farmer angeboten, um sie in Erosionsschutz, Aufforstung und Bienenhaltung (als zusätzliche Einkommensquelle) zu schulen.
Wir treffen die Projektmitarbeiter in der Baumschule, wo wir über die verschiedenen einheimischen Baumarten und die Organisation des Projekts informiert werden. Dann besuchen wir eines der Dörfer, die an dem Projekt beteiliget sind und treffen dort die einheimischen Bauern, die uns ihre Aktivitäten zum Umweltschutz und ihre Anbauweise zeigen. Zusammen pflanzen wir einen Baum als Symbol für Freundschaft und Unterstützung. Zum Mittagessen sind wir wieder in unserer Lodge. Nachmittags besuchen wir dann den Stamm der Iraq. Wir gewinnen einen Einblick in das traditionelle Leben dieses Volkes anhand von Erzählungen, von Musik und Tanz sowie von der traditionellen Kleidungsherstellung und Töpferei. Abendessen und Übernachtung in der Endoro Lodge.14. Tag: Karatu
Transfer zum Flughafen (F)
Nach dem Frühstück bringen wir Sie zum Flughafen, von wo Sie Ihren Weiterflug antreten.
Optional können Sie einen Anschluss-Badeaufenthalt auf Sansibar buchen.
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Termine und Preise
Reisedaten Privatreise Privatreise Privatreise Gruppenreise
2013 für 2 Personen für 4 Personen für 6 Personen garantierte Durchführung ab 2 Personen
25.05. – 07.06. 3899 € 2899 € 2799 € 3499 €
15.06. – 28.06. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
29.06. – 12.07. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
13.07. – 26.07. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
27.07. – 09.08. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 € / findet statt
10.08. – 23.08. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
24.08. – 06.09. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
14.09. – 27.09. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
05.10. – 18.10. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
26.10. – 08.11. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
16.11. – 29.11. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
30.11. – 13.12. 3999 € 2999 € 2899 € 3599 €
21.12. – 03.01. 4119 € 3119 € 3019 € 3719 €
Der Einzelzimmerzuschlag bei dieser Reise beträgt 426 €
Ausnahme: 387 € für den Reisetermin vom 25.05. – 07.06. -
Reiseleistungen
Im Preis der Kenia Tansania Safari enthalten:
- Alle Parkeintritte, Projektbesuche und sonstige Eintrittsgelder
- Alle Pirschfahrten u. Transfers im guten landesüblichen 4x4-Geländefahrzeug auf Safari
- Frühstück (F) / Mittagessen (M) / Abendessen (A) wie angegeben
- Alle Übernachtungen im DZ in den genannten Unterkünften oder gleichwertig
- lokaler, englischsprachiger Tourguide mit guten Deutschkenntnissen
- Spende an den WWF, Spenden an Projekte in Kenia und Tansania
- Flugrettungsversicherung (bei bestehender Auslands-Krankenversicherung)
- ausführliches Reiseinfopaket
Nicht im Preis der Kenia Tansania Safari enthalten:
- Internationaler Flug
- Visum für Kenia und Tansania ( jeweils ca. 50,- USD)
- Getränke
- Trinkgelder
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Weitere buchbare Leistungen
Klimafreundlich Reisen
Ihr Beitrag zu einem besseren Klima
Durch den Flug in Ihren Kenia-Tansania Urlaub und zurück entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von 4.300 kg pro Person. Mit einem freiwilligen Beitrag von etwa 100,- EUR an ein Klimaschutzprojekt können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter klimafreundlich Reisen. -
Hinweise / Sonstiges
Informationen zum WWF Projekt 'Mara' in Kenia und Tansania
Vom Mara trinkt die Serengeti
Kurz und bedeutsam ist der Lauf des Mara Flusses von seiner Quelle in den kenianischen Mau Wäldern hinab durch das Masai Mara Wildreservat, den Serengeti Nationalpark und die Masurua Sümpfe zu seiner Mündung in den Viktoria-See. Das riesige Einzugsgebiet des Flusses liegt dabei zu zwei Dritteln in Kenia und zu einem Drittel in Tansania.
Offener Baumbewuchs mit Leberwurstbäumen und vor allem Schirmakazien, dem Wahrzeichen Afrikas, inmitten weiter Grasflächen mit riesigen weidenden Tierherden prägen die Landschaft der ostafrikanischen Trockensavanne. In den benachbarten Schutzgebieten des Nationalparks Serengeti im Norden Tansanias und des nationalen Wildreservates Masai Mara in Kenia leben über eine Millionen Gnus, hunderttausende Zebras und Thompson Gazellen, die Beutetiere für ein paar tausend Löwen und Hyänen sowie einige hundert Geparden und Krokodile sind. Während der Trockenzeit in der Savanne von Juni bis November wandern die Gnus in riesigen Herden, gefolgt von Zebras und Gazellen, vom Süden der Serengeti nach Norden bis ins Gebiet des Masai Mara, wo es auch in der winterlichen Trockenzeit ausreichend Wasser gibt. Der Mara ist der einzige Fluss im Serengeti-Ökosystem, der ganzjährig Wasser führt und der Grund für die überlebensnotwendige Wanderung der Tiere.
In dieser Region, in der die Niederschläge starken saisonalen Schwankungen unterliegen, ist nicht die Wassermasse insgesamt der kritische Faktor, sondern die Verteilung der Niederschlagsmengen übers Jahr. Besonders in letzter Zeit erlebt die ostafrikanische Savanne eine Steigerung der Extremereignisse, mit enormen Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeiträume gefolgt von anhaltenden Trockenzeiten. Wäldern, Auen und Feuchtgebieten kommt dann eine entscheidende Pufferwirkung zu. In ihrem verzweigten Wurzelwerk speichern sie das Regenwasser wie ein Schwamm und geben es nach und nach wieder ab.
Bedrohlich weniger Wasser
Seit den 70er Jahren ist das Gesamtwasservolumen bereits um 60 % zurückgegangen, vor allem durch die massive Abholzung des Mau Waldes im Quellgebiet des Mara und die steigende Wassernutzung für umfangreiche Bewässerungen auf kenianischer Seite. Ein Großteil der Wassermassen des Mara wird bereits in Kenia genutzt, bevor es die Serengeti überhaupt erreicht. Sowohl ein ausreichend großes Wasservolumen im Mara Fluss als auch eine gute Wasserqualität sind ausschlaggebend für den Fortbestand des Wandersystems der Tiere, aber auch für die Landwirtschaft und die Menschen im Einzugsgebiet. Ein weiterer Rückgang des Wasservolumens des Mara Flusses hätte verheerende Folgen für die Tierbestände. Die Wanderungen könnten zusammenbrechen und bis zu 90 Prozent der Gnus innerhalb weniger Wochen sterben. Dies wiederum würde direkt auch die Raubtierpopulationen betreffen. Die darüber hinaus gehende, ungeregelte Wasserentnahme zur Nutzung in Wasserkraftanlagen oder für die Landwirtschaft kann in Zeiten extremer Trockenheit innerhalb von Wochen die Wildtierbestände auf ein Minimum reduzieren.
Die große Wanderung ist bedroht
Die verursachten Eingriffe und Auswirkungen auf das Ökosystem stellen zunehmend eine Gefahr für die große Wanderung der Huftiere dar, die auf einer Mindestgröße der Herden an wanderfähigen Tieren basiert. Eine Verringerung der Herdengröße unter diesen Schwellenwert hätte einen Zusammenbruch des Gesamtsystems zur Folge. Ein Zusammenbruch der Tierpopulationen und der Wanderung hätte massive Konsequenzen für das gesamte Ökosystem der Serengeti. Die gesamte Savannenlandschaft würde sich über tausende von Quadratkilometern verändern. Brände würden auf den nicht abgeweideten Flächen deutlich zunehmen. Immens wäre auch der damit einhergehende volkswirtschaftliche Schaden. Der maßgeblich auf der Serengeti basierende Tourismus wird derzeit auf über Hundert Millionen Euro pro Jahr geschätzt und stellt damit die zweitgrößte Einnahmenquelle Tansanias dar.Rodungen im Oberlauf
Trotz der weiterhin abnehmenden Wassermenge im Mara Fluss und der drohenden Gefahr massiver ökologischer und wirtschaftlicher Probleme, vor allem für Tansania, wird am Oberlauf in Kenia im Mau-Waldgebiet weiterhin erheblicher Holzeinschlag betrieben. Landlosen werden weitere Flächen im oberen Wassereinzugsgebiet versprochen und es existieren Pläne für den Ausbau der Bewässerungs-Landwirtschaft.Langzeitaufgaben und grenzübergreifende Zusammenarbeit
Der WWF zählt das Flusseinzugsgebiet des Mara zu den 28 wichtigsten weltweit. Die beiden WWF-Büros in Kenia und Tansania arbeiten deshalb schon seit mehreren Jahren verstärkt in der Region. Oberstes Ziel der Arbeit ist, ein grenzüberschreitendes Management der Wasserressourcen im Einzugsgebiet des Flusses aufzubauen, das sowohl die ökologischen Funktionen sichert als auch einer nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung dient.Eine konkrete Umsetzung dieser Ziele soll durch die Entwicklung von nationalen und grenzüberschreitenden Wasser- und Flussbewirtschaftungsplänen erreicht werden. Eine gemeinsame kenianisch-tansanische Flusskommission koordiniert alle Aktivitäten. Sie kontrolliert und steuert die Erhaltung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen Wasserressourcen. Zudem sollen bis Ende 2009 die weitere Verschlechterung der Wasserqualität sowie die Verringerung der Abflussmenge gestoppt und bis 2012 umgekehrt werden. Der WWF entwickelt dazu Grenzwerte für ökologisch notwendige Mindestabflüsse, die gleichermaßen die Grundlage für die Tierwanderungen in Serengeti und Masai Mara als auch die Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung sichern.
Feldarbeit und Politik
Die WWF-Mitarbeiter vor Ort führen in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung in den Dörfern Workshops und Fortbildungskursen durch. Fachlicher Unterstützung bedarf vor allem der Schutz der Quellgebiete der Mara-Zuflüsse und der Wälder sowie der Wasserstellen und Brunnen in den Dörfern. Der WWF fördert darüber hinaus den Zusammenschluss in lokalen Wassernutzergruppen und bietet Ausbildungskurse an, in denen Grundlagen eines Wassermanagements vermittelt werden. Auf diese Weise kann mit lokalen Beiträgen ein Beitrag zur Entwicklung des Einzugsgebietes geleistet werden. Ziel ist eine effizientere Wassernutzung in der Land- und Viehwirtschaft in beiden Ländern. Nur durch an die saisonale Verfügbarkeit angepasste Regelungen der Wassernutzung lassen sich mittelfristig die ökologisch definierten Mindestabflüsse sichern. Auch die Einrichtungen der Tourismusbranche, sowohl in Kenia als auch in den tansanischen Lodges der Masai Mara sowie die profitierenden Reiseunternehmen müssen durch intensive Einbeziehung, Information und Zusammenarbeit zur effizienten Wassernutzung und vor allem zur Klärung der Abwässer verpflichtet werden. Parallel setzt sich der WWF in beiden Ländern für die Entwicklung und gesetzliche Verankerung einer nachhaltigen Wassernutzungsplanung auf Verwaltungsebene ein. Mit einer Bestandsaufnahme der ökonomischen Bedeutung des Mara Flusses für Kenia und Tansania wird zunächst das öffentliche Bewusstsein für die Komplexität der Probleme geschaffen und damit der erste Schritt zu politischer Lobbyarbeit mit den Regierungen und Verwaltungen der beiden Länder eingeleitet. Eine systematische und kontinuierliche Beobachtung aller Arten der Wassernutzung, sowohl nach quantitativen als auch qualitativen Kriterien, soll langfristig die Grundlagen für eine ausgewogene Land- und Wassernutzung liefern. Übergeordnetes Ziel des WWF Engagements ist, eine Fluss-Kommission für den Mara zu gründen, innerhalb der ein Rahmenplan für das gesamte Einzugsgebiet entsteht. Ein solcher Rahmenplan ist außerdem die Voraussetzung für die Entwicklung grenzüberschreitender kenianisch-tansanischer Bewirtschaftungspläne und regionaler Programme innerhalb der Ostafrikanischen Gemeinschaft und der Viktoria See Verwaltungen.Bedürfnisse am Oberlauf
Auf kenianischer Seite bilden die Maßnahmen zum Schutz des Wassers im Bereich des Mau Wald Komplexes am Oberlauf des Amalas einen Schwerpunkt der WWF-Arbeit. Hauptziel ist hier, den Holzeinschlag durch verbesserte Kontrolle erheblich zu reduzieren und langfristig ganz einzustellen. Umfangreiche Wiederaufforstungsmaßnahmen sollen nicht nur umgesetzt, sondern auch in der Regionalplanung verankert werden. Diese Förderung der Regionalplanung als Steuerungsinstrument bietet darüber hinaus die Möglichkeit einen Rahmen zu definieren, in welcher Form Aufforstungen als CO2-Kompensationsmaßnamen integriert werden können. Durch die Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen kann, zunächst in Kenia, schrittweise ein System zur Entgeltung von Umweltleistungen etabliert werden. Dieses bezieht sich erst einmal vorrangig auf die Einnahmen aus dem Tourismus und einem sogenannten „Wassercent“ für die Wassernutzung in der Landwirtschaft, die der Förderung des Schutzes der Wassereinzugsgebiete am Oberlauf dienen. Der gesamte Prozess trägt sich aus enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, der Landwirtschaft, anderen Nutzern ebenso wie dem Naturschutzsektor.
Partnerschaften
Neben den WWF-Büros in Kenia und Tansania sowie Kooperationen beider Staaten im Rahmen der Ostafrikanischen Gemeinschaft ist die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ein wichtiger Partner der WWFAktivitäten vor Ort. Die ZGF arbeitet bereits seit über 50 Jahren in Ost-Afrika und speziell in der Serengeti und dem Masai Mara Wildreservat. Sie bildet Wildhüter aus, entwickelt Artenschutzprogramme und Managementpläne und unterstützt Forschungsprojekte.
Karte

- Kenia Tansania Safari