Costa Rica Nationalparks
Mit 52.000 km² misst Costa Rica gerade ein Zehntel von Spanien, doch kaum ein anderes Land kann eine so hohe Artenvielfalt und -dichte aufweisen: 5% der biologischen Vielfalt weltweit. Einer Costa Rica Reise sind kaum Grenzen gesetzt und macht es daher sehr beliebt bei Jung und Alt. Costa Rica hat ist der weltwete Vorreiter des Eco-Tourismus oder nachhaltigen Tourismus und so verwundert es nicht, dass 25% der Fläche geschützt ist.
Wir stellen Ihnen nachfolgend einige Nationalparks und Schutzgebiete vor:
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Norden
Biologische Station La Selva
Gründungsjahr: 1971 Größe: 5.600 ha
La Selva befindet sich in Puerto Viejo de Sarapiquí, 35 m über dem Meeresspiegel, und beheimatet immergrüne Primärwälder. Es ist eines der biodiversesten Gebiete auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, mit 2.000 Pflanzenarten (davon sind 400 Bäume), 400 Vogelarten (fast die Hälfte der Vogelwelt des gesamten Landes), und 1.600 verschiedene Arten von Insekten (35 verschiedene Grashüpfer, 479 Schmetterlinge) und viele mehr. Die Durchschnittstemperatur beträgt 24° C, die Luftfeuchtigkeit kann durchaus mehr als 80% betragen. Starke Regenfälle sind üblich, Besuchern wird daher geraten, Regensachen und wasserfeste Schuhe mitzubringen.
Vulkan Arenal
Gründungsjahr: 1991 Größe: 12.124 ha
Der Vulkan ist seit dem letzten Ausbruch im Jahre 1968 permanent aktiv, und ist daher auch eine der Hauptattraktionen des Landes. Der Nationalpark schützt eine Vielfalt von Flora, inklusive Orchideen, Farne und Bromelien (auch die bedrohte Art Pitkaimia Funkiae). Neben der Besichtigung des Vulkans, können Sie zudem einen Aussichtspunkt und den Chato Berg, Arenals erloschenen Nachbarn, besuchen.
Caño Negro Naturschutzgebiet
Gründungsjahr: 1991 Größe: 9.969 ha
Dieses Schutzgebiet, welches sich nahe an der Grenze zu Nicaragua befindet, ist bekannt für seine Wasserwege. Eine große Lagune und zudem die weiten überfluteten Ebenen, bieten einen idealen Raum für die Fortpflanzung der Vögel, besonders in der Regenzeit von Mai bis November. Das Gebiet ist eher feucht, daher wird Besuchern zu leichter Kleidung geraten. Bootstouren innerhalb des Naturschutzgebietes werden von La Fortuna aus organisiert, ideal für Vogelkundler.
Montverde
Gründungsjahr: 1972 Größe: 10.500 ha
Monteverde ist ein privatorganisiertes Reservat und wird verwaltet vom Centro Cientifico Tropical. Der Nationalpark verfügt über 6 verschiedene Ökosysteme, aber ist am bekanntesten für seine Nebelwälder. Seine Biodiversität spiegelt sich wider in 100 Säugetierarten, 400 Vogelarten (auch der Quetzal), 120 Arten von Amphibien und Reptilien, rund 2.500 Pflanzenarten (420 davon sind allein verschiedene Orchideenarten), und mehr als 1.000 verschiedenen Insekten. Das Wetter hier ist eher regnerisch und frisch; es wird also geraten, Regensachen und wärmere Kleidung mitzubringen.
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Zentrales Hochland
Vulkan Poás
Gründungsjahr: 1970 Größe: 6.506 ha
Aufgrund seiner Schönheit und seiner Nähe zu San José ist Poás der meist besuchteste Nationalpark in Costa Rica. Heutzutage ist der Vulkan zwar aktiv, bricht aber nicht aus. Der Hauptkrater hat einen Durchmesser von 1,5 km und eine Tiefe von 300 m; der Schwefel gibt ihm eine türkise, leicht blaue Farbe. 79 Vogelarten wurden im Nebelwaldgebiet entdeckt. Sie sollten Pullover und eine leichte Jacke mitbringen, auch wenn das Wetter sehr schön ist, ist es hier ein wenig kühl.
Vulkan Irazú
Gründungsjahr: 1955 Größe: 2.000 ha
Der Vulkan Irazú befindet sich ausserhalb von Cartago und ist mit seinen 5 Kratern, von denen allerdings nur einer besichtigt werden kann, einer der aktiven Vulkane des Valle Central; der letzte Ausbruch geschah allerdings vor 40 Jahren (1963 – 1965). Die umgebende Landschaft zeichnet sich aus durch Höhenlagenvegetation wie Moose (Irazú liegt auf einer Höhe von 3432m über dem Meeresspiegel). Besuchern wird auch hier zu wärmerer Kleidung wie Pullover und Jacke, auch an sonnigen Tagen, geraten.
Braulio Carrillo
Gründungsjahr: 1978 Größe: 47.583 ha
Dieser Nationalpark wurde benannt nach Costa Rica’s drittem Staatschef, der im 19. Jahrhundert eine Verbindungsstraße zwischen dem Valle Central und Puerto Limón bauen ließ. Braulio Carrillo ist einer der größten Wälder, er trennt die Berge des Valle Central vom feuchten karibischen Tiefland.
Vulkan Turrialba
Gründungsjahr: 1955 Größe: 1.257 ha
Auf einer Höhe von 3340 m über dem Meeresspiegel beträgt die durchschnittliche Temperatur auf dem ruhenden Vulkan Turrialba 16°C mit einem Niederschlag von 3.000 bis 4.000 mm. Auf den Wegen zum Vulkan findet man nur sehr wenige Touristen; beeindruckende Bergaussichten sowie frische Bergluft können Sie hier ungestört genießen. Auch mit Allradantrieb kann der Vulkan nur bis zu einem bestimmten Punkt erreicht werden; der Rest des Weges muss zu Fuß bewältigt werden.
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Nordpazifik
Rincón de la Vieja
Entstehungsjahr: 1974. Größe: 14.161 ha
Vulkans gehören seine heißen Quellen und der Vulkanschlamm. Zudem ist Rincón de la Vieja einer der wenigen Vulkane mit trockenen Tropenwäldern. Auf einer Höhe von 1.806 m bietet er viele Wanderwege, vom Kraterrand aus einen beeindruckenden Blick über die Ebenen der Nordpazifikküste und viele Wasserfälle und Flüsse mit intensiver blauer Farbe. Drei verschiedene Affenarten wurden bisher gesehen, sowie der Weißwedelhirsch und 282 Vogelarten.
Santa Rosa
Entstehungsjahr: 1966. Größe: 38.674 ha
Santa Rosa war einst eine bewohnte Hacienda, und ist heute noch bekannt für seinen historischen Kampf gegen nordamerikanische Filibuster-Truppen im Jahre 1856. Der heutige Nationalpark beheimatet den bedeutendsten geschützten Trockenwald in ganz Mittelamerika. Mehr als 100 Säugetierarten leben in Santa Rosa, und sein Strand Nancite ist einer der wichtigsten Laichplätze in Mittelamerika für die Bastardschlidkröte (Lepidachelys olivacea). Aufgrund der ökologischen Bedingungen ist der Zugang zum Strand sehr beschränkt.
Marino Las Baulas
Entstehungsjahr: 1991. Größe: 379 ha
Während der Monate von Dezember bis März, finden Sie am Playa Grande (südlich von Tamarindo) Lederrückenschildkröten (Dermochelys coriacea), die hier dann gerade ihre Laichzeit verbringen. Andere wichtige geschützte Schildkrötenarten in diesem Nationalpark sind die Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea), und gelegentlich auch die gefährdete Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata). Der Las Baulas Nationalpark bietet Mangroven ebenso wie trockenen Tropenwald.
Cabo Blanco
Entstehungsjahr: 1963. Größe: 1.172 ha Land und 1.790ha Meer
Cabo Blanco liegt an der Südwestspitze der Nicoya Halbinsel, in der Nähe von Montezuma und Malpaís. Eine Besonderheit dieses Parks ist, dass manche Wanderwege vom Wald direkt zu einsamen Stränden führen. Mehr als 119 Baumarten sind hier entdeckt worden, sowie eine große Artenvielfalt an Fauna; Wild, Affen sowie Stachelschweine leben in diesem Wald. Wassertiere wie Muscheln, Krabben, Hummer und eine Vielfalt an Fischen werden in den Gewässern von Cabo Blanco geschützt.
Palo Verde
Entstehungsjahr: 1978. Größe: 18.418 ha
Der Nationalpark Palo Verde, welcher an der Quelle des Flusses Tempisque liegt, ist bekannt für seine vielen verschiedenen Vogelarten. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Weideland und Wasserwegen. Saisonale Fluten treten auf in den Monaten von Juni bis Oktober. Besuchern wird zu Insektenschutz geraten, da es hier besonders in der Regenzeit sehr viele Moskitos gibt.
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Zentraler Pazifik
Carara
Entstehungsjahr: 1978. Größe: 5.242 ha.
Carara trennt den Pazifischen Ozean vom Valle Central, die Wälder von Carara sind ein Schutzgebiet für die seltene, an der Pazifikküste vom Aussterben bedrohte Papageienart Ara Macao, der hellrote Ara. Affen, Faultiere und 750 Pflanzenarten findet man in diesem Nationalpark an der zentralen Pazifikküste. Man erreicht ihn in nur 15 Minuten Autofahrt von Herradura, 20 Minuten von Jacó, und 1 ½ Stunden von Quepos und Manuel Antonio.
Manuel Antonio
Enstehungsjahr: 1972. Größe 1.625 ha
Marino Ballena
Entstehungsjahr: 1992. Größe 172 ha.
Marino Ballena liegt südlich von Dominical, in der Nähe des Ortes Uvita. Dieser Nationalpark wurde gegründet, um den Lebensraum für bedrohte Arten zu sichern. Er wurde benannt nach den Wanderwalen, die jedes Jahr die Küstengewässer hier erreichen, um sich fortzupflanzen.
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Südpazifik
Corcovado & Insel Caño
Entstehungsjahr: 1975. Größe: 42.469 ha.
Corcovado verfügt über einen der letzten feuchten Regenwälder am mesoamerikanischen Pazifik. Er beheimatet verschiedene vom Aussterben bedrohte Arten, wie den roten Ara, den schwarze Pekari (Tayassu pecari), und den Jaguar (Felis onca). Es gibt drei Hauptrangerstationen: Zwei an der Küste (San Pedrillo, erreichbar mit dem Boot von der Bucht Drake; Sirena, erreichbar mit dem Auto von Puerto Jiménez), und eine innerhalb des Waldes: Los Patos. Wanderungen auf bestimmten Wegen sollten zuvor mit den Rangern besprochen werden, da manche Routen aufgrund von Überflutung nicht begehbar sind. Die Insel Caño in der Nähe der Bucht Drake und die Pedrillo Station sind ideale Tauchgebiete.
La Amistad
Entstehungsjahr: 1982. Größe: 199.147ha.
La Amistad ist der einzige internationale Park Costa Rica’s; sein Gebiet erstreckt sich über Costa Rica und Panama und besteht aus sehr feuchten und nebligen Wäldern. Mehr als 263 Arten von Amphibien und Reptilien, sowie 400 Vogelarten (auch der Quetzal) sind in diesem biologischen Schutzgebiet zu beobachten. Es ist Costa Rica’s grösstes Schutzgebiet, und ebenso eines der isoliertesten.
Chirripó
Entstehungsjahr: 1975. Größe: 50.849 ha.
Mit einer Höhe von 3820 m ist der Chirripó der höchste Berg Costa Rica’s. Die Vegetation besteht hier aus kleinen Büschen und Pflanzen, die nicht höher als 4 m sind. Es gibt keine andere Möglichkeit, als diesen Gipfel zu Fuß zu erreichen; Besucher dieses Nationalparks müssen also vorbereitet sein, mehr als 11 km bis zur nächsten Unterkunft zu wandern. Zugang zum Park ist begrenzt auf 40 Personen pro Tag, also buchen Sie am besten etwa 3 Monate im Voraus. Warme Kleidung ist notwendig, da die Temperaturen bis auf 0°C in der Nacht fallen können, und es gibt keine Heizung in der Hütte.