Bolivien Reiseinfo

Das Herz Südamerikas, welches nach dem Unabhängigkeitskämpfer Simon Bolivar benannt wurde, könnte ursprünglicher nicht sein. Faszinierende Landschaften und beeindruckende indigene Völker verschont von Massentourismus und Globalisierung. Bolivien ist ein Land in dem die Zeit, kein Druckmittel ist und viele Orte als verborgene Schätze gelten. Wer Zeit und Verständnis für das ärmste Land Südamerikas mitbringt, wird verzaubt zurückfliegen.

 

Hier finden Sie allgemeine und spezifische Informationen die Ihre Reiseplanung erleichtern und Ihr Allgemeinwissen erweitern wird.

 

 

  • Bolivien im Überblick

    República de Bolivía


    Haupstadt Regierungssitz

    Sucre                                                      La Paz

    Fläche

    1.098.580 km²

    Grenzländer und-meere

    N & O: Brasilien, S: Paraguay & Argentinien, W: Chile & Peru

    Höchster Berg

    Nevado Sajama, 6.542 m

    Längster Fluss

    Rio Bení, 1.600 km

    Staats- und Regierungsform

    präsidiale Republik

    Staatspräsident  

    Evo Morales (seit 22.01.2006)

    Einwohnerzahl

    rund 10 Mio.

    Sprache

    Spanisch, Quechua, Aymara (Amtssprache) und viele Indianersprachen

    Zeitzone

    MEZ -5, MESZ -6

    Landesvorwahl

    +591

    Netzspannung

    220-230 V, 50 Hz - USA-Stecker (2-poliger Flachstecker) Eurostecker (2-poliger Rundstecker)

     

     

  • Einreisebestimmung

    Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen brauchen Eu-Staatsbürger und Schweizer nur einen Reisepass, der nach Ausreise noch 3 Monate gültig sein muss.

    Die Touristenkarte, welches Sie im Flugzeug erhalten, muss ausgefüllt und am besten in Ihrem Reisepass aufgehoben werden. Bei der Ausreise muss Sie wieder vorgelegt werden.

    Bei Einreisen müssen Sie außerdem eine gültige Gelbfieberimpfbescheinigung vorweisen können.  Diese muss min. zehn Tage vor der Einreise erfolgt sein.

  • Wetter & Geographie

    Drei große Zonen

    Bolivien ist drei mal so groß wie Deutschland und liegt in der südlichen Hemisphäre. Trotz der tropischen Lage gibt es große klimatische Unterschiede, die vor allem durch die großen Höhenunterschiede verursacht werden. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten: der trockene Winter (Mai-Oktober) und der regnerische Sommer (November-April), wobei die  Niederschlagsmenge von Nord nach Süd abnimmt. Die Temperatur an einem selben Ort schwanken nur wenig zwischen den einzelnen Monaten.

    Die beste Reisezeit für die meisten Regionen ist von Mai bis Oktober

    Geographisch, klimatisch und demographisch lässt sich das Land in drei große Zonen teilen.

    Altiplano

    Das am dichtesten besiedelte Hochland durchzieht mehrere Länder auf einer Höhe von 3.000 - 4.000 m. Typisch für diese Gegend ist das trockene Klima mit brennender Sonne über Tag und eiskalten Nächten. Im Sommer kann tagsüber dank der starken Sonneneinwirkung eine Temperatur von bis zu 27°C erreicht werden, im Winter bis zu 20°C. 

     

    Im Winter wehen frische Winde übers Land, das Klima ist aber klar und trocken und bietet somit optimale Reisebedingungen.

     

    Dank des Titicacasees ist das dortige Klima milder als in der Salzwüste von Uyuni. Frostnächte treten trotzdem regelmäßig in allen Gebieten des Altiplanos auf.

     

    Andenkordillere

    Um in das östliche Tiefland zu fahren muss man erst die westliche Andenkordillere überbrücken. Einer der Sechstausender ist der Illimani, der auf den Reisen um La Paz über Sie wacht. Mit steigender Höhe sinken Temperaturen und Sauerstoffgehalt. Berg- und Extremsportlern sollten daher nur langsam aufsteigen. Über 4.600 m liegt permanent Schnee und oberhalb von 5.500 m herrscht ein Polarklima mit teilweiser Vergletscherung.

    Subtropische Täler & Tropisches Tiefland

    Diese Region nimmt ca. 65% der Landfläche ein und kann in verschiedene Zonen geteilt werden.

     

    Die subtropischen Yungas Täler liegen zwischen 1.200 und 1.800m . Mit Berg- und Nebelwälder erstrecken sich von den Anden bis zum Amazonas-Gebiet. Es ist das regenreichste Gebiet und ganzjährig herrscht ein feuchtes aber mildes Klima. Wiederum gilt, dass der Winter trockner ist als der Sommer. Je höher man geht, desto feuchter wird es, bis man schließlich auf ca. 3000m in Nebel verhüllt wird. 

    Dank des feuchten Klimas kann hier Kaffee, Zitrusfrüchte und Koka angebaut werden.

     

     

    Unter 1.000 m beginnt das tropische Tiefland mit dichtem Regenwald. Im Norden herrscht ganzjährig ein feuchttropisches Klima mit hohen Temperaturen und kräftigen Niederschlägen. Die Tageshöchsttemperaturen können 30°C übersteigen.

    Die zentrale Tiefebene hat sowohl ein feuchttropisches als auch ein trockenes Klima. Die regenarme Saison liegt zwischen Oktober und April und ist von sonnigen Tagen und klaren kalten Nächten gekennzeichnet. .

    Der Osten der Tiefebene besteht aus einem Sumpfgebiet, das Pantanal.

  • Geld / Währung

    Boliviano

    Die offizielle Landeswährung ist der Boliviano, der in 100 centimos unterteilt ist. Bolivianos gibt es in Münzen (1, 2, 5) und in Scheinen (10, 20, 50, 100, 200). Sie sollten kleine Scheine mit sich führen, da in Geschäften nur selten Scheine über 20 Bolivianos angenommen werden.

    Obwohl Dollar in vielen größeren Städten akzeptiert werden, sollten Sie Geld wechseln, um auch in kleineren Läden und Restaurants bezahlen zu können. Außerdem ist der Kurs beim Bezahlen mit US-Dollar meistens sehr schlecht. US-Dollar können in den Städten und am Flughafen gewechselt werden

     

    Kreditkarten, wie Visa oder Mastercard, werden in besseren Hotels, Restaurants und Agenturen sowie in den größeren Städten im Allgemeinen akzeptiert. Auch an den relativ weitverbreiteten Geldautomaten können Sie nur mit Kreditkarte (am besten Visa) Geld abheben.

     

    In Bolivien herrschen große Preisunterschiede. Während auf dem Land die Preise sehr niedrig sind, können in den Großstädten europäische Werte erreicht werden. Im Durchschnitt bleibt Bolivien aber eines der günstigsten Länder Südamerikas.

  • Gesundheit und medizinische Versorgung

    Medizinische Versorgung & Ernährung

    Die medizinische Versorgung in Großstädten ist durchaus gewährleistet. Auf dem Land herrschen allerdings schlechte Hygiene und Technik sowie unzureichende Englisch- oder Deutschkenntnisse. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen an die Rezeption oder an Ihren Reiseleiter. Die Behandlungskosten sind um einiges teurer als in Deutschland. Achten Sie daher auf eine auszureichende Auslandskrankenversicherung und Reiserückholversicherung.

     

    Falls Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, empfehlen wir Ihnen einen ausreichenden Vorrat von zuhause mitzunehmen. Beachten Sie dabei die Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten.

     

    Frisches Obst und Gemüse von den bunten Märkten ist sehr verlockend. Da vielen Bolivianer keinsauberes Wasser zur Verfügung steht, sollten Sie stets darauf achten kein ungeschältes Obst oder rohes Gemüse zu sich zu nehmen. Trinken Sie Wasser nur aus Trinkflaschen.

    Impfungen, Malaria

    Bei Einreisen mit einem Direktflug aus Europa ist nur die Gelfieberimpfung Pflicht-

    Wir empfehlen allerdings sich auch gegen Tetanus, Diphterie, Hepatitis A impfen zu lassen, insofern noch nicht geschehen. Hepatitis B sollte bei Langzeitaufenthalten und engem Kontakt zu Einheimischen geimpft werden.

    Falls Sie mit Tieren umgehen werden, ist eine Impfung gegen Tollwut zu empfehlenswert.

     

     

    Malariagefahr herrscht ganzjährig in den Amazonasgebieten. Reisende, die sich in dieses Gebiete begeben, sollten sich mit einem Hausarzt oder einem Tropenmediziner beraten lassen, ob eine Prophylaxe oder ein Standby-Mittel nötig ist. 

    Malaria und das grippeähnliche Dengue Fieber wird durch Mücken übertragen. Schützen Sie sich daher konsequent mit heller, körperbedecktender Kleidung, Insektenschutzmittel, Moskitonetze etc

     

    Lassen Sie sich ca. 6 Wochen von einem reisemedizinischen erfahrenen Arzt beraten, welche Impfungen für Sie in Frage kommen würden.

     

    Stetig aktuelle Reise-Gesundheits-Informationen finden Sie unter www.crm.de

    Höhenkrankheit "Soroche"

    Die meisten Reisenden landen in La Paz, wo Sie Ihre Reise beginnen. Die Stadt ist mit einer Höhe von ca. 4000 m, der höchste Regierungssitz weltweit. Diese Attraktion, mag sie noch so schön klingen, verbirgt aber eine Gefahr. In Lagen über 2.500m ü.M. ist der Luftdruck und der Sauerstoffgehalt niedriger. Manche Menschen vertragen die Höhe besser als andere und so kann es in manchen Fällen bei zu schnellem Aufstieg zur sogenannten Höhenkrankheit führen.

    Symptome: Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel

    Sie sollten die ersten Tag in der Höhe ruhig angehen lassen und viel Wasser zu sich nehmen (von Alkohol wird abgeraten). Schweres und reichliches Essen sollte vermieden werden. 

    Gegen leichte Beschwerden hilft oft schon ein Aspirin (kann auch vorbeugend eingenommen werden). Beliebt ist aber auch kreislaufanregende Mate de Coca (Coca-Tee). Der Ihnen in Peru und Bolivien überall serviert wird.

    Die meisten Hotels im Hochland verfügen über Sauerstoffflaschen. Auch auf dem Flughafen von La Paz (El Alto) sind Sauerstoffflaschen verfügbar. Bei starken Beschwerden sollten Sie einen Arzt konsultieren und wieder hinabsteigen.

  • Vergessen Sie nicht...