Coiba Meeres-Nationalpark

Auf einer Gesamtfläche von 4.308 km² erstreckt sich der Meeres-Nationalpark Coiba im Golf von Chiriqui nur 20 km vor der panamaischen Küste im Pazifik. Er setzt sich aus einer Gruppe von 38 Inseln zusammen, von denen Isla Coiba die größte ist – und zugleich die größte amerikanische Insel im Pazifik. Die Landfläche des Nationalparks beträgt 2.701 km².

Ursprünglich wurde Coiba von den Coiba-Indianern bewohnt, welche aber um 1560 von spanischen Konquistadoren geschlagen und versklavt wurden. Der Umstand, dass von 1919 bis ins Jahr 2004 eine Strafkolonie mit Gefängnis und verstreuten Camps auf der Insel angesiedelt war, sorgte für die nötige Abgeschiedenheit, damit Flora und Fauna sich auf etwa 80% der Insel beinahe unberührt von Menschenhand einzigartig entwickeln konnten. Vom Gefängnis hingegen sind heute nur noch Ruinen und schaurige Geschichten erhalten.

Primär-Regenwald und eine Vielzahl an seltenen, auch endemischen Tieren machen einen Besuch dieses Nationalparks zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bäume, welche am Festland bereits der Rodung zum Opfer gefallen und ausgestorben sind, wachsen weiterhin auf Coiba. Außer einer Ranger-Station im Süden Coibas gibt es hier keine touristische Infrastruktur. Daher ist die Insel auch bei Eco-Touristen sehr beliebt.

Wer Coiba einen Besuch abstatten möchte, braucht die Genehmigung der ANAM (Autoridad Nacional del Ambiente, die nationale Umweltbehörde), welche die Verwaltung der Insel innehat.

Einige angelegte Wanderwege in die Wildnis geben der Insel Struktur. Etwa der Hot Springs Trail, der an heißen Wasser-Pools endet und bekannt ist für seine sehr guten Möglichkeiten, auf Tiere zu treffen. So können etwa der leuchtende Hellrote Ara und der Coiba-Brüllaffe in freier Wildbahn beobachtet werden. Die Unterwasserwelt hat ihren ganz eigenen Reiz: riesige Schulen von großen Fischen, Rochen, Haie, Ostpazifische Delfine und Zügeldelfine gehören zum Repertoire. Walbeobachter kommen insbesondere von Juni bis November und Dezember bis April auf ihre Kosten. Denn der Coiba Nationalpark mit seinen warmen, ruhigen Gewässern ist weltweit der einzige Ort, an dem Buckelwale auf ihrem Weg sowohl von der Arktis als auch der Antarktis hier Station machen, sich paaren und ihre Kälber gebären. Die Chance, diese sanften Meeres-Riesen mit dem Boot, beim Tauchen oder beim Schnorcheln in großer Zahl anzutreffen, ist sehr groß.

Seit 2005 ist der Nationalpark auf der UNESCO Liste des Weltnaturerbes. Vom Fischerdorf und Surfer-Spot Santa Catalina am Festland ist die Insel mit dem Boot gut zu erreichen.

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