Luftverkehrsabgabe der Bundesregierung
Ab 2011 plant die Bundesregierung eine „ökologische Luftverkehrsabgabe“ von allen Passagieren, die in Deutschland starten. Die Abgabe soll differenziert ausgestaltet werden, zum Beispiel nach Kriterien wie Lärm und Energieverbrauch. Damit will die Regierung Anreize für umweltgerechtes Verhalten im Flugverkehr schaffen. Während Vertreter des Luftverkehrs entsetzt reagierten, befürwortet ACCEPT-Reisen als Mitglied des forum anders reisen e.V. die Pläne der Bundesregierung.
Der Verband für nachhaltigen Tourismus forderte in der Vergangenheit bereits wiederholt das Einführen einer Abgabe in Form einer Kerosinsteuer. „Momentan hat der Luftverkehr einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den wesentlich umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln Bus und Bahn“, erklärt forum anders reisen Geschäftsführer Johannes Reißland. Der Preis von Flugreisen stehe in keinem Verhältnis zu den entstehenden klimaschädlichen Emissionen. „Die geplante Luftverkehrsabgabe sehen wir daher als Schritt in die richtige Richtung“, so Reißland weiter.
Die Fluganreise verursacht im Tourismus die meisten CO2-Emissionen. Bei einem Flug in die dominikanische Republik entstehen pro Passagier zum Beispiel rund 5,6 Tonnen klimaschädlicher Gase. Das sind fast doppelt soviel Emissionen, wie das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen vorsieht. Um Flugreisen möglichst einzuschränken, rät das forum anders reisen dazu, erst ab 700 km Distanz überhaupt in den Flieger zu steigen und die Reisedauer an die Entfernung zu koppeln. Reisen zwischen 700 bis 2.000 km sollten laut far mit einem Aufenthalt von mindestens einer Woche, Reisen über 2.000 km mit mindestens zwei Wochen Urlaub verknüpft sein. Alle angeschlossenen Veranstalter weisen ihre Kunden darüber hinaus aktiv auf die Auswirkungen von Flugreisen und die Möglichkeit der Kompensation bei atmosfair hin. Die Klimainitiative wurde vor einigen Jahren vom forum anders reisen mitgegründet.
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