Atacama & Umgebung - Chiles heißer Norden

Die Atacamawüste stellt eines der niederschlagärmsten Gebiete der Erde da und erstreckt sich über ungefähr 3.500 Kilometer im Norden Chiles zwischen dem 5. südlichen Breitengrad und dem 28. südlichen Breitengrad. Hier befinden sich der Salzsee Salar de Atacama von der Größe des Bodensees, das Valle de Luna, das besonders bei Sonnenuntergang zu empfehlen ist, oder auch schneebedeckte Vulkane wie der Licancábur, der zu den höchsten aktiven Vulkanen in ganz Südamerika zählt. Mit ca. 320 Sonnentagen im Jahr und Niederschlagsmengen unter 20 Millimeter ist die Atacamawüste weitestgehend vegetationslos. Dennoch oder gerade deswegen stellt sie eine Attraktionen auf allen Chile Reisen dar.

Nun stellt sich die Frage, warum es zu einer so extremen Aridität kommt, wo doch der Regenwald nicht weit entfernt ist. Dies liegt unter anderem daran, dass die Anden Regen versprechende Wolkenfelder "abfangen" und diese vor dem Gebirgszug abregnen.

Einen gelungenen Einstieg für seine Chile Reise findet man in der kleinen Oase San Pedro de Atacama, die auf einer Höhe von ungefähr 2.400 Metern zu finden ist. Die schmalen, sandigen Straßen und niedrigen Lehmziegelhäuser sind besonders sehenswert. Ein absolutes Muss ist auch das schon angesprochene Valle de la Luna. Hier sind eindrucksvolle Salzformationen zu bewundern, die an eine Mondlandschaft erinnern und bei guten Lichtverhältnissen tolle Schatten werfen.

Am wohl bekanntesten Salzsee der Atacama, der unglaubliche 3.000 Quadratkilometer groß ist, finden sich puderweiße Salzkristalle soweit das Auge reicht, und auch den Andenflamingo kann man hier beobachten. Hierzu fährt man am besten zu den Lagunas Chaxa. Ein weiteres Highlight sind die Geysire von Tatio, die morgens besucht werden sollten. Wenn die Sonne das Eis schmelzen lässt, das sich über Nacht gebildet hat, können die beeindruckenden Wasserfontänen bis zu 10 Meter hoch werden! Dieses Geysirfeld liegt auf einer Höhe von etwa 4.300 Metern und ist somit das höchstgelegene der Welt. Aufgrund der Vulkanaktivität gibt es hier auch natürlich heiße Quellen, empfehlenswert sind die Puritama Quellen.

Obwohl die Atacama zu den trockensten Gebieten der Erde zählt, war sie relativ früh besiedelt. Die ältesten Mumien sind unglaubliche 20.000 Jahre alt. Im 15. Jahrhundert stand der gesamte Norden Chiles unter dem Einfluss der Inka und später unter spanischer Herrschaft, welche die einheimischen Völker beinahe ausrottete. Im archäologischen Museum Padre Le Paige in San Pedro gibt es eine eindrucksvolle Sammlung der verschiedenen Atacama-Kulturen. Die alten Traditionen und die kleinen, ursprünglichen Dörfer können zudem in speziell konzipierten Chile Reisen erlebt werden, die teils auch bis nach Argentinien führen. Denn durch die Isolation der Region haben sich die präkolumbianischen Kulturen bis heute erhalten. Von der Oase San Pedro aus können die hier ansässigen Atacameños besucht werden, indigene Landwirte, die seit Tausenden von Jahren das dürre Land mit kreativen Bewässerungstechniken bearbeiten und von Handwerkskunst leben.

Und noch eine Attraktion des Nordens: Sonnentage bedeuten ja bekanntlich auch einen wolkenlosen, sternenklaren Himmel. Dieser ist hier im Norden Chiles besonders reizend, denn genau hier befindet sich der sternenklarste und reinste Himmel der südlichen Hemisphäre. So verwundert es nicht, dass hier drei der wichtigsten internationalen Observatorien stehen. Werfen auch Sie einmal einen Blick auf die Milchstraße durch ein Teleskop von 12 Zoll Durchmesser, unternehmen Sie einen nächtlichen Ausritt oder campen Sie unter einem nie zuvor gesehenen, von funkelnden Sternen übersäten Himmel. Besonders beliebt bei Chile-Reisenden ist die Sternwarte Mamalluca im Elqui-Tal. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Chile Reise Reiturlaub Chile Los Andes.

Ein weiteres Highlight im Norden Chiles ist die Region Antofagasta. Auch diese ist von der trockenen Atacamawüste geprägt. Man findet gespenstische Geisterdörfer aus der Salpeterzeit und die Kupfer-Tagebaumine Chuquicamata ist ebenfalls einen Besuch wert. Außer Kupfer werden hier zudem geringe Mengen Schwefel gefördert und in den Küstenbereichen leben viele Menschen vom Fischfang. Jedoch stellt der Tourismus hier die Haupteinnahmequelle dar. Die Hauptstadt der Region ist die gleichnamige Stadt Antofagasta. Diese liegt am Pazifik, wo das Klima trocken, aber sehr angenehm ist. Lediglich im Sommer kann es hier sehr heiß werden. Im Zentrum der Stadt befinden sich das Kupferdenkmal sowie das Eisenbahnmuseum und das Unabhängigkeitsdenkmal. Verpassen Sie nicht die wunderschöne Kathedrale sowie viele Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit.

Arica ist eine Stadt im äußersten Norden Chiles und wird bei den Chilenen auch „die Stadt des ewigen Frühlings“ genannt. Dies liegt daran, dass die Stadt immer noch vom Wüstenklima beeinflusst wird, es daher fast nie regnet und durchgängig warm ist. Wasser aus den Anden sorgt dennoch dafür, dass die Parkanlange immer grün sind und mit Blumen geschmückt werden können. In den Flusstälern rund um die Stadt kann daher auch ertragreiche Landwirtschaft betrieben werden. Wenn Sie hier sind, befinden Sie sich am perfekten Ausgangspunkt für diverse Ausflüge in den Nationalpark Lauca, zu Inka-Siedlungen oder in die Anden.

Zum Schluss noch ein paar Orte, die Sie auf Ihren Chile Reisen nicht aussparen sollten: Nicht weit südlich von Arica befindet sich die Hafenstadt Iquique, wo sich 1556 die zweitgrößte Silbermine der Spanier befand. Heute lebt die Stadt eher vom Tourismus. Die Strände sind ein beliebtes Ziel, aber auch Gebäude wie das Theaterhaus oder der Turm auf dem Marktplatz der Stadt sind sehenswert.

Weiter südlich gelegen befindet sich das Valle del Elqui, dass durch den Rio Elqui durchflossen wird. In der trockenen, wüstenartigen Landschaft ist der Kontrast zu den fruchtbaren Ufern des Flusses besonders groß und markant. Das Tal wird intensiv landwirtschaftlich genutzt und ist besonders auf den Weinanbau ausgelegt. Von hier stammt auch der berühmte Pisco, den Sie in Form des Pisco Sours bestimmt schon einmal getrunken haben, wenn Sie Chile schon einmal erleben durften. Er ist in Chile das Nationalgetränk.

Etwa 470 Kilometer nördlich von Santiago stoßen Sie auf die Stadt La Serena, die als Oase inmitten der Wüste bezeichnet wird. Durch die vielen Gebäude im Kolonialstil hat die Stadt ein ganz besonderes Flair. Lassen Sie sich nicht die kleinen Märkte und schmucken Einkaufsstraßen entgehen. Des Weiteren gibt es mehrere sehenswerte Kirchen und eine atemberaubende Kathedrale im Herzen der Stadt.

Weiter geht es an den Rand der Atacamawüste, wo sich der Ojos del Salado befindet. Dies ist der zweithöchste Berg Amerikas, aber noch viel interessanter, der höchste Vulkan der Erde! Er befindet sich stolze 6.893 Meter über Normalnull und ist Schauplatz einiger Weltrekorde. Am 16.10.2014 fuhr der Thüringer Guido Kunze beispielsweise mit seinem Fahrrad bis auf 6.233 Meter Höhe. Aber schon früher scheint der Vulkan in gewisser Weise "genutzt" worden zu sein. Auf dem Gipfel des Vulkans, der nur von erfahrenen Bergsteigern erklommen werden kann, wurden Spuren von Opferstätten gefunden, die eventuell von den Inka stammen. 

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